Haustiere und Kinder

Tiere haben bestimmte Bedürfnisse, die man ihnen erfüllen muss, sonst werden sie schnell krank oder verhaltensgestört. Bevor man ein Kind mit der Pflege eines Haustiers betraut, sollte man sich daher sehr genau erkundigen, was das Tier braucht und ob das Kind schon in der Lage ist, mit dem Tier verantwortungsvoll umzugehen. Nicht jedes Tier ist als Haustier für ein Kind geeignet. Manche Nager, wie der Hamster, sind nachtaktiv, das heißt, immer, wenn das Kind Zeit hat, sich mit dem Tier zu beschäftigen, will dieses lieber schlafen. Es kann also nur zwei Resultate einer solchen Beziehung geben: Entweder das Kind hält den Hamster den ganzen Tag über wach und er wird krank, weil er entgegen seiner inneren Uhr leben muss (ähnlich wie ein Mensch, der immer Nachtschicht hat) oder der Hamster darf tagsüber schlafen, wodurch er für das Kind vollkommen uninteressant wird. Im schlimmsten Fall wird das Tier vergessen und sträflich vernachlässigt.

Beim Kauf eines Haustieres für ein Kind sollte man daher darauf achten, dass die Rhythmen von Mensch und Tier zusammen passen. Dann muss das Tier nicht nur regelmäßig gefüttert werden, was noch eine recht einfache Aufgabe ist. Man muss es auch beschäftigen und für seine Sauberkeit sorgen. Bei einem Hund geht dies beides in einem. Er wird nach draußen geführt und kann auf dem Spaziergang sein Geschäft erledigen. Bei Hunden ist aber die Beschäftigung besonders wichtig. Wenn das Tier unterfordert ist, entwickelt es Verhaltensauffälligkeiten und kann sogar gefährlich werden. Für einen Hund braucht man viel Zeit. Die Verantwortung ist viel zu groß, dass ein Kind sie allein tragen könnte.

Mit einem Goldfischaquarium können die meisten Kinder dagegen schon sehr gut umgehen. Die Fische müssen nur täglich gefüttert werden und das Aquarium in relativ großen Abständen gereinigt. Leider verlieren Kinder schnell den Spaß an Fischen, weil man sie nur betrachten kann. Einem Fisch kann man nur schlecht Tricks beibringen. Bei tagsüber aktiven Nagetieren oder Vögeln steigt dafür wieder die Arbeit, die man sich mit den Tieren machen muss. Auch zum Schmusen eignet sich nicht jedes Tier. Manche halten lieber Abstand. Bild: © Stefan Klövekorn  / pixelio.de

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